Smart Meter

Einführung der Smart Meter

Mit der Energiewende wurde eine grundlegende Umgestaltung der Energieversorgung in Deutschland eingeleitet, die unter anderem mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien einhergeht. Ziel der Energiewende ist die Reduzierung der CO2- Emissionen, um Umwelt und Klima zu schonen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die sogenannten intelligenten Messsysteme (Smart Meter), gegen die die herkömmlichen analogen Zähler in den kommenden Jahren schrittweise ausgetauscht werden.

Das Gelingen der Energiewende

Gemeinsam mit unseren Kunden möchten wir einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten: Bis zum Jahr 2030 werden wir einen Großteil unserer herkömmlichen Zähler ausbauen und auf Smart Meter umrüsten. Als grundzuständiger Messstellenbetreiber in der Stadt Braunschweig kümmern wir uns um den Ein- und Ausbau, die Wartung und den Betrieb und unterstützen unsere Kunden bei allen Fragen rund um Ihren Zähler.

Smart Meter – Video des BSI

Mit dem Einbau von intelligenten Messsystemen wird ein wesentlicher Meilenstein der Klimaschutz- und Energiewendeziele erreicht. In diesem Video erklärt Ihnen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), was Kunden zum Thema intelligente Messsysteme wissen sollten und welche Rolle das BSI dabei spielt.

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Vorteile der intelligenten Messsysteme 

Die intelligenten Zähler von BS|NETZ haben für Sie viele Vorteile:

  • Sie haben einen genauen Einblick in Ihren Energieverbrauch.
  • Sie können Einsparpotential besser identifizieren und Geld sparen.
  • Durch unser Online-Portal haben Sie Ihre Verbrauchsdaten jederzeit im Blick.
  • In unserem Online-Portal haben Sie einen genauen Überblick über Ihre Verbrauchshistorie.
  • Für Ihre Zählerablesung müssen Sie nicht mehr Zuhause auf den Ableser warten.

Stromnetz der Zukunft 

Die neuen Zähler sind ein wichtiger Baustein für die Stromnetze der Zukunft. Sie helfen dabei, Erzeugung und Verbrauch intelligent und flexibel miteinander zu verknüpfen. Deswegen möchte der Gesetzgeber die alten Stromzähler Schritt für Schritt durch intelligente Zähler ersetzen. Grundlage dafür ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG).  

Häufig gestellte Fragen

Was sind Smart Meter?

Smart Meter sind digitale Stromzähler, die den Stromverbrauch detailliert protokollieren. Unterschieden wird bei Smart Metern zwischen modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen. Im Unterschied zu modernen Messeinrichtungen, die lediglich den Verbrauch erfassen und die aktuelle Leistung anzeigen, können intelligente Messsysteme auch Daten senden und empfangen. Denkbar sind so auch innovative Einsatzgebiete im Umfeld von Smart-Home-Systemen sowie der Elektromobilität. 

Wie unterscheiden sich Smart Meter von herkömmlichen Zählern?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Zählern zeigen intelligente Messeinrichtungen neben dem aktuellen Zählerstand zusätzlich auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate an. Das kann helfen, den eigenen Verbrauch im Auge zu behalten und energieeffizienter zu leben.    

Wie unterscheiden sich moderne Messeinrichtungen von intelligenten Messsystemen?

Intelligente Messsysteme bestehen aus einer modernen Messeinrichtung und einer zusätzlichen Kommunikationseinheit. Sie sind in der Lage, wichtige Netz- und Verbrauchswerte zu erfassen und zu übermitteln. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt über eine gesicherte Datenverbindung.

Warum werden die neuen intelligenten Zähler eingeführt und welche Möglichkeiten bieten sie?

Grundlage für die Einführung intelligenter Messeinrichtungen war ursprünglich das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), welches 2016 in Kraft trat. Mit dem Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) wurde der Rechtsrahmen für den Smart Meter Rollout im Jahr 2023 überarbeitet.

Das Gesetz sieht einen Rollout-Fahrplan mit verbindlichen Zielen bis zum Jahr 2030 vor. Die Messstellenbetreiber wie BS|NETZ sind per Gesetz beauftragt, die angeschlossenen Verbrauchsstellen schrittweise mit Smart Metern auszustatten. 

Ab 2025 ist der Einbau von intelligenten Messsystemen verpflichtend für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden oder einer Photovoltaik-Anlage mit mehr als sieben Kilowatt installierter Leistung. Bis 2030 sollen alle diese Abnehmer mit Smart Metern ausgestattet sein. Neu ist: Auch Haushalte, die weniger Strom verbrauchen, haben das Recht auf den Einbau eines intelligenten Stromzählers.

Was kostet mich der intelligente Zähler?

Die Kosten für ein intelligentes Messsystem für Privathaushalte und Kleinanlagenbetreiber bis 15 kW installierte Leistung werden seit dem 1. Januar 2024 auf 20 Euro pro Jahr gedeckelt. 

Diese Kosten für den Messstellenbetrieb sind gesetzlich geregelt und dürfen nicht überschritten werden. Alle detaillierten Preise rund um den Zähler finden Sie auf unserem aktuellen Preisblatt. Übrigens: Auch für Ihren alten Zähler haben Sie bereits einen entsprechenden Betrag gezahlt. 

Wie beantrage ich ein Smart Meter?

Muss ein Zähler turnusmäßig ausgetauscht werden, wird in Braunschweig nach Möglichkeit künftig ein intelligentes Messsystem eingebaut. 
Sie haben schon jetzt Interesse an einem Smart Meter und besitzen KEINE Erzeugungsanlage und / oder keinen Doppeltatrifzähler? Der Einbau eines Smart Meters mit einer Erzeugungsanlage ist derzeit noch nicht möglich. Auch kann ein Smart Meter noch keinen Doppeltarifzähler ersetzen. Daher können wir leider diese Kundengruppe nicht auf einen Smart Meter umrüsten.

Dann merken wir uns gerne Ihren Einbauwunsch vor, können jedoch noch keine Angaben zum Umsetzungszeitraum machen. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, damit wir Sie auf unserer Warteliste aufnehmen können. Sie erreichen unsere Kolleginnen und Kollegen telefonisch unter 0531 383-3013 oder per Mail via smartmeter@bs-netz.de.

Muss ich wirklich umrüsten?

Durch das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) ist BS|NETZ verpflichtet, bis 2030 alle Haushalte und Gewerbebetriebe über 6.000 Kilowattstunden (kWh) auf intelligente Messsysteme umzurüsten. Mit dem Einbau haben wir bereits begonnen. 

Das MsbG ist durch das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende novelliert worden. Es ist am 27. Mai 2023 in Kraft getreten. 

Der grundzuständige Messstellenbetreiber hat über die Pflichteinbaufälle (Verbraucherinnen und Verbraucher über 6.000 kWh Jahresverbrauch) hinaus ein generelles, optionales Einbaurecht für intelligente Messsysteme.

Wie werde ich über den bevorstehenden Zählerwechsel informiert?

Wir informieren Sie in der Regel 3 Monate vor dem geplanten Einbau schriftlich mit allgemeinen Informationen rund um das Smart Meter. Zwei Wochen bevor Sie einen neuen Zähler erhalten, kontaktieren wir Sie nochmals schriftlich und informieren Sie über Ihren Termin zum Zählerwechsel.

Wer ist für den Einbau der neuen Zähler zuständig?

Für den Einbau ist BS|NETZ als grundzuständiger Messstellenbetreiber zuständig.

Wann werden die neuen Zähler eingebaut?

Seit 2021 haben wir schrittweise mit dem Einbau intelligenter Messeinrichtungen bei Bestands- und Neuanlagen begonnen. Abgeschlossen wird der Einbau voraussichtlich Ende 2030.

Werden die neuen Zähler nur in Deutschland eingeführt?

Intelligente Messsysteme sollen in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union eingeführt werden. Australien, Großbritannien, Italien, Kanada, Niederlande, Neuseeland, Österreich, Schweden und die Vereinigten Staaten haben bereits intelligente Messsysteme eingeführt.

Bei wem werden die neuen Zähler eingebaut?

Kunden, die durchschnittlich mehr als 6.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, erhalten ein intelligentes Messsystem. Bis 2030 sollen diese Abnehmer mit Smart Metern ausgestattet sein. 

Jedoch haben auch Haushalte, die weniger Strom verbrauchen, das Recht auf den Einbau eines intelligenten Stromzählers. Sie haben dazu Fragen? Telefonisch erreichen Sie uns unter 0531 383-3013 oder per Mail via smartmeter@bs-netz.de.

Werden auch persönliche Daten gespeichert?

Der gesamte Rollout ist datenschutzkonform geplant. Wir beziehen von Ihnen lediglich verbrauchsdienliche und netzspezifische Daten – zum Beispiel für Ihre Verbrauchsabrechnung und Spannungsverhältnisse im Stromnetz, so dass wir unser Netz zukünftig noch ökologischer bedienen können.

Wer hat Zugriff auf die Daten?

Der Zählerstand wird von uns an Ihren Stromversorger für die Stromabrechnung weitergeleitet. An den Stromversorger wird nur Ihr aktueller Zählerstand weitergegeben. Die gespeicherten Daten zu tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Stromverbrauchswerten für die letzten 24 Monate verbleiben bei Ihnen.

Ich wohne in einem Haus mit mehreren Wohnungen. Können meine Nachbarn die Daten meiner intelligenten Messeinrichtung einsehen?

Die gespeicherten Daten zu tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Stromverbrauchswerten für die letzten 24 Monate sind nicht sichtbar. Ihre Nachbarn sehen ggf. wie bisher nur Ihren eigenen aktuellen Zählerstand.

Wie hilft der Zähler, die Energiewende voranzutreiben?

Ziel der Energiewende ist es, die erneuerbaren Energien auszubauen und energieeffizienter zu werden. Um das zu schaffen, müssen wir die bereitgestellte Energie und den Verbrauch ins Gleichgewicht bringen. Dazu müssen wir als Netzbetreiber wissen, was im Stromnetz passiert und diesen Einblick ermöglichen uns Smart Meter. Durch die netzdienlichen Daten des Smart Meters könnten wir regulierend und ökologisch eingreifen.

Wo kann ich meine Daten einsehen?

Über unser online-Portal MEIN|ZÄHLER. Hier können Sie Ihre Stamm- und Gerätedaten einfach und bequem am PC, Smartphone oder Tablet einsehen. 

Das online-Portal MEIN|ZÄHLER kann lediglich im Zusammenhang mit einem Smart Meter genutzt werden. Bei der Nutzung einer modernen Messeinrichtung können Sie zwar Zugang zum Portal erhalten, jedoch hier keine Zählerstände oder Graphen einsehen.

Wie nachhaltig ist der gesamte Rollout?

Wir sind bestrebt, ökologisch zu agieren und bauen vorrangig im Rahmen des Turnuswechsels (also wenn der analoge Stromzähler seine Eichgültigkeit verliert und sowieso getauscht werden muss) die neuen Zähler ein.

Strahlen die Smart Meter mehr als mein Handy?

Die Sendeleistung beider Geräte ist ähnlich, jedoch gibt es einen großen und ausschlaggebenden Unterschied- den Abstand. Bei einem Smart Meter gibt es üblicherweise einen großen Abstand zwischen dem Zähler und dem Menschen. Und mit diesem Abstand nimmt die Feldstärke sehr schnell ab. Außerdem kommunizieren Smart Meter nicht kontinuierlich, sondern in bestimmten Zeitintervallen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Kontakt

Sie haben Fragen? Telefonisch erreichen Sie uns 
unter 0531 383-3013 oder per Mail via smartmeter@bs-netz.de.